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Befinden wir uns bereits im Kollaps? - Komplexität, Dilemmata und die Grenzen gesellschaftlicher Transformation.

Die Kollapsforschung zeigt, dass Gesellschaften oft nicht an einem einzelnen Problem scheitern, sondern an der Überlagerung von Krisen, wachsender Komplexität und sinkender Anpassungsfähigkeit. Der Beitrag fragt, ob wir uns bereits in einer solchen Phase befinden – und warum die Fähigkeit, ungelöste Dilemmata auszuhalten, zu einer zentralen Zukunftskompetenz werden könnte.

Warum die Polykrise die Psychotherapie zwingt, sich selbst zu hinterfragen.

Psychotherapie versteht sich als Hilfe für individuelles Leid. Doch was, wenn das Leiden nicht in erster Linie im Individuum entsteht, sondern in einer Gesellschaft, die reale Bedrohungen verdrängt und diejenigen ausgrenzt, die sie aussprechen?

Die Polykrise zwingt uns, unbequeme Fragen zu stellen – nicht nur an unsere Gesellschaft, sondern auch an die Psychotherapie selbst. Individualisieren wir Leid, das eigentlich politisch und gesellschaftlich verursacht ist? Und stabilisieren wir damit am Ende genau die Verhältnisse, die dieses Leid hervorbringen?

Ein Essay über Klimaangst, Gemeinschaft, psychotherapeutische Ethik und die Frage, ob sich unsere Profession grundlegend neu positionieren muss.

Die Grenzen moderner Gesellschaften: Vom Fortschrittsglauben zur Demut

Wir leben in einer Zeit beispiellosen Wissens und technischer Möglichkeiten. Dennoch zeigen die Erkenntnisse der Kollapsforschung, dass viele der Faktoren, die frühere Gesellschaften zu Fall brachten, heute stärker ausgeprägt sind denn je. Was, wenn unser Glaube an Fortschritt und menschliche Vernunft selbst Teil des Problems ist? Eine Reflexion über gesellschaftliche Grenzen, Chronozentrismus und die Frage, ob Demut gegenüber unseren eigenen Beschränkungen nicht angemessener wäre als unerschütterlicher Optimismus.

Warum Kollapsvorsorge kein Aufgeben ist

Kollapsvorsorge gilt vielen als Kapitulation. Doch was, wenn das Gegenteil der Fall ist? Warum die Vorbereitung auf mögliche gesellschaftliche und ökologische Zusammenbrüche kein Ausdruck von Resignation, sondern von Verantwortung, Solidarität und Gestaltungswillen ist.

Wie mich die Beschäftigung mit dem Kollaps verändert hat – Selbstbeobachtungen eines „Doomers“

Was passiert mit uns, wenn wir die Zukunft nicht beschönigen? In einer persönlichen psychologischen Innenschau beschreibe ich, wie mich sieben Jahre Beschäftigung mit Kollapsszenarien verändert haben: meine Ängste, mein Verhältnis zur Zukunft, mein Aktivismus – aber auch meine Fähigkeit, im Moment zu leben. Ein Text über Trauer, Akzeptanz und die Frage, wie psychische Gesundheit möglich bleibt, ohne die Realität zu verdrängen.

Solidarisches Preppen und das Warten auf das Unausweichliche

Was, wenn das Streben nach Handlungsfähigkeit selbst Teil des Problems ist? Eine persönliche Reflexion über Kollaps, Kontrollillusionen, Hoffnung und die unbequeme Frage, ob das Akzeptieren des Unausweichlichen eine politische Dimension haben kann.